SCARLET FRISEURE - BLOG

Scarlet – Schlaflos in NYC

Jede Menge Spaß in New York City.

Unsere Chefin, Scarlet Matzdorff hat mal kurz New York aufgewühlt und jede Menge, Stories, Trends und ein “Zeugnis” mitgebracht.

Was haben James Dean, Lady Gaga und Scarlet Matzdorff gemeinsam?

Strengt euch nicht an, wir verraten es euch sowieso! Alle drei haben das Lee Strasberg Theater & Film Institute in New York absolviert. Wie und warum? Einfach weiterlesen und Scarlet schlaflos in New York erleben.

Okay, okay, ich lege jetzt gleich ein Geständnis ab: New York ist für mich die beste, größte, schrillste, lauteste, einfach die Stadt, die mich am meisten inspiriert! Also bin ich Ende August wieder hin. Aber halt, nur Vergnügen? Ne, ein bisschen mehr darf es diesmal schon sein: Shoppen bis zum Umfallen, Essen bis der Magen streikt, laufen bis ich aus den Latschen kipp’ – und die Schulbank drücken. Team und Kunden zu Hause in Harsefelde wollen ja auch was vom Big Apple haben …

Make a sound“

Kaffeepause

Kaffee, Zigarette & was zum Beißen muss sein: Frühmorgens auf dem Weg zur Lee Strasberg School.

Es ist ein lauer Spätsommermorgen, in New York herrschen Indian Summer-Temperaturen. Ich laufe die paar Blocks von meinem Hotel zur Lee Strasberg School. Um Punkt 9 Uhr früh spaziere ich durch die berühmte rote Tür der berühmtesten Schauspielschule der Welt. Kurze Zeit später sitze ich mit Kollegen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor Tim, unserem Schauspiellehrer. Ein bisschen „spooky“ ist mir schon zu Mute, in den heiligen Hallen der hohen Schauspielkunst. Ihr fragt euch nun sicher, wer der gute Lee Strasberg war. Kurz und bündig: Er wurde im Jahr Eins des 20. Jahrhunderts im Kaiserreich Österreich-Ungarn geboren; seine Familie emigrierte 1909 nach New York; Theater war seit der Schule sein Ding; er war bis zu seinem Tod Intendant des Actors Studio und gründete 1969 das Lee Strasberg Theater & Film Institute. Der Rest ist Geschichte und zwar eine ziemlich beeindruckende. Strasberg hatte eine besondere Technik entwickelt, wie er seine Schauspieler an ihre Rollen – und damit auch an sich selbst heranführt. „Das wichtigste ist, an sich selbst zu arbeiten“, lautete Lee’s Devise. Ding-Dong, und das taten wir dann auch. Wir bewegten, Körper, Geist und vor allem unsere Stimmbänder. Mit „Make a sound“, forderte uns Tim nach jeder Pause auf unsere Mitte zu finden. Ich kann euch sagen, anfangs hörte sich das alles sehr schrill an. „Der Schauspieler spielt nur mit und durch Erfahrung“, meinte Strasberg, dessen Arbeit auf den Erkenntnissen des russischen Theatertheoretikers und -praktikers Konstantin Stanislawsky beruht und später als „Method Acting“ in die Theater und Filmgeschichten eingegangen ist.

The Who is Who

Bei Tim Martin Crouse haben bereits Lady Gaga und Claire Danes die Schauspiel-Schulbank gedrückt.

Und mitten drin geht die Tür auf.  In der Stimme unseres Schauspiellehrer Tim schwingt Anerkennung mit, als er uns Ana vorstellt. Als Dritte und letzte Frau Strasbergs, hatte sie mit ihrem Mann bis zu dessen Tod im Jahr 1982 zusammengearbeitet und ganze Schauspieler-Generationen große gezogen. Das Who is Who beeindruckt noch immer, und in jeder Minute, die ich dort verbringe, ziehen Namen wie James Dean, Marlon Brando, Dustin Hoffman, Paul Newman, Robert De Niro, Al Pacino und Marilyn Monroe an mir vorüber. Mit der Method Acting Methode arbeiten auch Johnny Depp oder Angelina Jolie. Auch Angelinas Mutter, Marcheline Bertrand, war hier bei Lee Strasberg Schülerin.

Selbst Lady Gaga hat vor gar nicht langer Zeit hier ihre Kreativität entdeckt. Und wie Tim erzählt, kommt sie immer noch hin und wieder vorbei –  zum Tratsch. Ich muss zugeben, dass ich nie ein großer Lady-Gaga-Fan war, aber seit ich die aktuelle Netflix-Dokumentation über sie gesehen habe „Gaga: Five Foot Two“ bin ich ein deklarierter Fan! Eine unglaublich starke, ehrliche und inspirierende Frau! Schaut euch mal den Teaser auf http://bit.ly/2wK8j9b an.

Eichhörnchen Füttern am Union Square

Eichörnchen auf Kuschelkurs: Die Haustiere der New Yorker sind Zuckersüß und äußerst zutraulich.

Um die Mittagszeit, meldet sich trotz der Theater- und Filmgeschwängerten Luft der Magen. Ab geht’s zum Union Square. Da sitze ich nun bei strahlendem Wetter im www.thepavillionnyc.com, einem sehr feinen und leckeren Restaurant, blicke zur Buchhandlung Barnes & Nobles rüber,

lecke nach dem Lunch ein Bioeis und schlendere über den Greenmarket am Union Square. Montags, mittwochs, freitags und samstags decken sich Asphaltblüten-New Yorker mit gesunden Lebensmitteln ein – und das bereits seit den 70-er Jahren als bei uns Bauernmärkte noch nicht unbedingt hipp waren, und gesunde Lebensmittel schon gar nicht. Mein Verdauungsspaziergang führt mich durch den kleinen Park am Platz, wo ich mit der lokalen Eichhörnchen-Bevölkerung sofort auf Du-und-Du bin und mir die Tierchen die Reste meiner Eiswaffel förmlich von den Fingern lecken.

Make America great again

Zurück am Institut geht es um Politik und Selbstdarsteller. Harte Kost ist angesagt. Meister Bill, Casting Director von so erfolgreichen Serien wie Law & Order lässt uns die Reden Barack Obamas und Donald Trumps sowie einen Hollywood-Film mit Tom Hanks analysieren. Am Ende der intensiven Session sind wir so weit, das wir professionelle Schauspieler von Laiendarstellern unterscheiden können und wissen was „astroturfing“ heißt – also mit Gartenarbeit nach dem Mondkalender hat das nichts zu tun! Unter Astroturfing versteht man das künstliche Nachahmen einer Bürgerbewegung, wie im Wahlkampf vom Donald Trump. Uff, das war ein ziemlicher Ausflug in die Politik à la Hollywood und „Fake it, till you make it“.

Shoe, Shoe, Shoe-bi-dua

Aber jetzt haben wir uns uns einen Ausflug ins Shuhparadies verdient. Und weil es so naheliegt, laufe ich gemeinsam mit einer Kollegin schnurstracks ins DSW (Designer Shoe Warehouse). Muss ich mich erklären? Nein, ich glaube nicht! Schuhe braucht Frau schließlich immer! Und bei der Auswahl fällt mir nur „Oh my God“ ein, und das mehrmals hintereinander. Mein Tipp, sollte demnächst New York City am Programm stehen: bitte, reist nur mit einem Paar Schuhen hin, und zwar solchen, die ihr sowieso dem örtlichen Müll überantworten wolltet. Markenschuhe und Sneakers zu diesem Preis (und da meine ich nicht chinesische Fälschungen) gibt es nirgendwo sonst auf der Welt. Schaut mal auf www.dsw.com – und lasst euch inspirieren. 😉

Tante Ernas Wohnzimmer

The Flower Shop in der Bowery: Wer ins kulinarische Paradies möchte, sollte dort unbedingt mal vorbei gucken. Himmlisch!

Alle, die schon mal in New York waren, werden mir recht geben: an Schlaf ist hier nicht zu denken! Die „good vibrations“ der Stadt lassen einen einfach nicht müde werden. Außerdem ist Dinner-Time, mein Magen knurrt und der www.theflowershopnyc.com/ in der Bowery lockt. Keine Angst, ich bin weder vegan noch vegetarisch und das Restaurant ist ein kulinarischer Hammer. Bitte nicht vom Interieur abschrecken lassen. Ich weiß, bei Tante Erna sah es in den 80er Jahren genauso aus. Der Service, das Essen und die Drinks sind einfach Extraklasse. Außerdem bekommen wir drei Mädels aus Europa – liegt wohl an unserem Charme – nach 15 Minuten einen Tisch, ohne reserviert zu haben. „Lucky us“, kann ich da nur sagen. Wir trinken Gimlet, Crémant und Weißwein aus Österreich und essen Chicken Wings von Hühnern, die von Amischen (sind eine täuferisch-protestantische Glaubensgemeinschaft, die freiwillig leben wie vor 300 Jahren) groß gezogen wurden. Oh God, ich habe mein Leben lang noch nie so gute Hühnerflügel gegessen, und erst die Sauce … Zum Schluss gibt es hausgemachtes Eis, uns wachsen Flügel und wir befinden uns auf der kulinarischen Wolke Sieben.

Ein Nickerchen gefällig? In der New York Public Library kann man dem Lärm der Stadt entfliehen und kurz mal schlummern. 😉

Habe ich euch neugierig gemacht? Wenn ihr wissen wollt, wie es in NYC weitergeht, schaut doch einfach nächste Woche wieder auf unseren Blog. Da verrate ich euch dann, die Geheimnisse von Tai Chi-Meister Ron NaVarra, wo es die beste Wimpernverlängerung (Blink-Blink) gibt und ein paar andere verlockender New Yorker Geheimnisse.

See you soon, Scarlet 😉

2 Kommentare

  1. Bernd
    10. Oktober 2017 - Antworten

    Hallo Scarlet, das ist ein sehr schöner Bericht aus NYC. Und zu DSW hättet ihr mich mitnehmen können 😉

    • 11. Oktober 2017

      Hallo Bernd, vielen Dank. Schau doch mal morgen wieder ein, da geht es weiter mit New York … und dann kommt Ibiza – auch nicht schlecht für diese Jahreszeit, oder? Hab noch einen schönen Tag & herzlichen Gruß, Scarlet

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